mikroskop

Die Pongs Group GmbH & Co KG stellte nach dem Färben eines Baumwollgewebes Lochbildungen fest. PONGS beauftragte die Akkreditierte Prüfstelle des TITV Greiz mit einer unabhängigen Schadensfallanalyse. Textilphysikalische, mikroskopische und chemische Untersuchungen lieferten eindeutige Belege für die Fehlerursache, sodass anschließend die Prozesse zur Qualitätssicherung optimiert werden konnten.

 
Firma: Pongs Group GmbH & Co KG in Mühltroff
Anz. Mitarbeitende: rund 250
Hauptsitz: Düsseldorf
Branche: Hersteller technischer Textilien

 

Ausgangssituation: Lochbildung im Baumwollgewebe

Die Pongs Group GmbH & Co KG ist ein führenden Hersteller von Textilien in den Bereichen Innenarchitektur, Visual Merchandising, Messebau, Bühne, Theater und Digitaldruck. Im sächsischen Mühltroff befindet sich seit 1992 mit Schärerei, Wirkerei, Weberei und Ausrüstung die komplette Textilproduktion von PONGS. Unter ständiger Qualitätskontrolle wird ganz bewusst in Deutschland produziert.

Bei einem von einem Dienstleister gefärbten Baumwollgewebe kam es zu Lochbildungen. Im Rahmen der Fehlersuche verwies die Färberei auf eine angebliche geringe Festigkeit der Rohware – was die hohen Qualitätsstandards von PONGS unterlaufen würde. Für eine objektive Fehlersuche und Schadensfallanalyse wandte sich die Pongs Group GmbH & Co KG daher an die Akkreditierte Prüfstelle des TITV Greiz.

Lösungsweg: Schadensfallanalyse mittels textilphysikalischer, mikroskopischer und chemisch-analytischer Untersuchungen

Die Expertinnen der Akkreditieren Prüfstelle des TITV Greiz prüften die Rohware sowie das gefärbte Gewebe hinsichtlich ihrer Festigkeit im Sinne der Höchstzugkraft nach DIN EN ISO 13934-1. Die Prüfung zeigte eine beinahe identische Festigkeit von Rohware und gefärbter Ware.

Im weiteren Verlauf der Schadensfallanalyse beobachteten die Prüferinnen eine auffällige farbliche Veränderung am Rand des vorhandenen Loches im gefärbten Gewebe. Daraufhin untersuchten sie dieses mithilfe der sogenannten Pilzkopf-Reaktion auf eine chemische Schädigung der Baumwolle und verglichen das Gewebe am Loch mit einer unbeschädigten Stelle.

Abb 1     Abbildung 1: Die Baumwolle am Loch wies keine Pilzköpfe auf, was eine Breitenquellung der Fasern verursachen kann. Dies zeigt, dass eine chemische Schädigung vorlag.
Abbildung 1: Die Baumwolle am Loch wies keine Pilzköpfe auf, was eine Breitenquellung der Fasern verursachen kann. Dies zeigt, dass eine chemische Schädigung vorlag.   

Abbildung 2: Die Baumwolle im unbeschädigten Gewebe wies Pilzköpfe auf. Dies zeigt, dass keine chemische Schädigung vorlag.

 

Das Loch wurde zusätzlich auf Rückstände von Eisen untersucht, da dieses wie ein Katalysator beim Bleichen von Baumwolle wirkt und dadurch Bleichschäden verursachen kann. Die Blaufärbung der Lösung zeigte einen positiven Eisennachweis.

 Abb 3
Abbildung 3: Die Blaufäbung zeigte einen positiven Eisen-Nachweis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnis: Nachweis der Fehlerursache ermöglicht Optimierung der Färbeprozesse

Die Untersuchungen der Akkreditierten Prüfstelle zeigten, dass die Baumwolle am Loch sehr stark chemisch geschädigt war. Diese Gewebeschädigung und die dadurch verursachte Lochbildung wurden durch eisenhaltige Substanzen verursacht. Somit konnte die Fehlerursache zweifelsfrei nachgewiesen und die Prozesse zur Qualitätssicherung anschließend optimiert werden.

 

 Ansprechpartner  
sandra haase

Sandra Haase
Leiterin der Akkreditieren Prüfstelle
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Tel: +49(0)3661 611-326

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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