MAILING-NEWS

AUS DEM TITV GREIZ

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11.05.2009



Heute informieren Sie unsere MAILING-NEWS über aktuelle Forschungs- und Entwicklungsergebnisse auf dem Gebiet der Veredlung und Beschichtung. In kurzer Form finden Sie sowohl Informationen zu wirtschaftlichen als auch umweltfreundlichen Veredlungsverfahren.

Wir würden uns freuen, wenn die MAILING-NEWS für Sie von Interesse sind. Wünschen Sie nähere Informationen, haben Sie Anregungen oder Ideen für weiterführende Entwicklungen, dann teilen Sie uns dies bitte über s.gimpel@titv-greiz.de mit. 

Ihr Team des TITV Greiz


Vakuumextraktion
Eine wirtschaftliche Alternative für das Färben von Rundgestricken

Das Färben von Rundgestricken in Schlauchform erfolgt herkömmlich auf Jetfärbemaschinen, im aufgeschnittenen Zustand nach dem Klotz-, Kalt-, Verweilverfahren oder durch Thermosolieren. Diese Färbeverfahren für Breitware haben gegenüber dem Färben von Trikotagen in Schlauchform mittels Vakuumextraktion wesentliche qualitative und wirtschaftliche Nachteile. Untersuchungen im TITV Greiz zeigen, dass sich durch die Rundsaugdüse die Rundgestricke auch in Schlauchform entwässern lassen. So ist eine Nass-in-Nass- und Trocken-in-Nass-Applikation von Appreturen auf Rundgestricke möglich, die im Ergebnis eine hohe Qualität sichern.
Die hervorragenden wirtschaftlichen Effekte werden im Vergleich der Foulardapplikation mit der Vakuumextraktion wie folgt deutlich:

  • Die Möglichkeit, den Farbstoff auch Nass-in-Nass zu applizieren spart den Trockenprozess für das gesamte Textilmaterial. Damit werden Kosteneinsparungen von 60 €/t (bei 0,28 €/kWh), davon Energiekosten in Höhe von 30 €/t, erzielt.
  • Gegenüber dem Foulardverfahren werden bis zu 300 €/t Kosten eingespart und gleichzeitig eine wesentliche Qualitätsverbesserung erzielt.
  • Da bei Rundgestricken in Schlauchform immer nur die halbe Arbeitsbreite erforderlich ist,  bewirkt das einen Kostenvorteil  beim Anlagenkauf.
  • Durch den Wegfall des beim Kantenbeschneiden auftretenden Materialverlustes (durchschnittl. 4 %) wird bei einem Preis von ca. 6 €/kg Fertiggestrick eine Materialeinsparung von 240 €/t erzielt.


Versuchsanlage zum Färben von Rundgestricken

Nähere Infos:
Dipl.-Ing.(FH) H. Hellwich, h.hellwich@titv-greiz.de, Tel.: 03661 / 611-402
Projekt-Nr.: InnoWatt IW051026
 


Nachleuchtende Siebdruckeffekte
Formaldehydfreie Druckverdickung für mehr Umweltbewusstsein

Bedruckte Textilien die im Dunkeln leuchten, finden großes Interesse bei den Kunden. Für die Erzeugung farbig nachleuchtender Siebdrucke mit Spezialeffekten für Bekleidung, Heim- und Haustextilien wurden die Kombinationsmöglichkeiten von Farb- und Nachleuchtpigmenten getestet. Kombiniert wurden die Vorteile des Rotationssiebdruckverfahrens mit denen des Ink-Jet-Druckes. Dabei sind phosphoreszierende und nicht nachleuchtende Pigmente innerhalb eines Pixeldruckes so angeordnet, dass ein farbintensives, realistisches Druckbild sowohl unter Tageslichtbedingungen als auch im Dunkeln entsteht. Mit der Entwicklung einer neuen Software zur Farbmischung ist die Kombination aus substraktiver und additiver Farbmischung möglich. Die Farbvorlagen werden eingelesen und unter Zuhilfenahme der in RGB-Werte übersetzten Farborte der nachleuchtenden Pigmente, Siebdruckschablonen erstellt. Der Vorteil der hergestellten Drucke ist ein kontrastreiches Druckbild, welches sehr nahe an die Farbvorlage heranreicht. Dabei ist es gelungen, dass auch im nachleuchtenden Zustand das Druckmotiv gut zu erkennen ist. Da die Grenzwerte innerhalb des Öko-Tex-Standards 100 um ein Vielfaches unterboten werden, stehen sensible Einsatzgebiete wie z.B. Kleidung, insbesondere Baby- und Kinderbekleidung sowie Bettwäsche im Fokus. Die geforderten Echtheitswerte in Bezug auf Schweißechtheit, Bügelechtheit bei 200 °C und Sublimierechtheit werden abgesichert.

Nachleuchtender Siebdruck

Nähere Infos:
Dipl.-Ing. (FH) Jens Oettel, j.oettel@titv-greiz.de, Tel.: 03661 /  611-404
Projekt-Nr.: InnoWatt IW061100
 


UV-Lichtschutz durch textile Systeme
Integrierter Lichtschutz für Museen

Lichtschutzmaßnahmen spielen dort eine wichtige Rolle, wo Veränderungen oder gar Zerstörungen am Inventar z. B. von historisch wertvollen Museumsobjekten wie Bilder, Tapeten und Möbel durch UV-Strahlung auftreten. Für diese Anwendungen wurden im TITV Greiz textile Systeme entwickelt, die einen hinreichenden Lichtschutz ermöglichen. Durch die Gestaltung der Textilien wird der historische Gesamteindruck in den Räumen nicht beeinträchtigt. Weitere Einsatzmöglichkeiten der textilen UV-Schutzsysteme sind u. a.:

  • Verpackungsmaterialien und Abdeckplanen im Automobilbereich, wenn ein hoher UV-Schutz der abgedeckten Produkte erforderlich ist
  • bei der architektonischen Planung von Gebäuden und Bauwerken
  • im Museumsbereich
  • als Inventarschutz von Kirchen und privaten Sammlungen oder für
  • Büroausstattungen.


Anbringen der UV-Schutztextilien

Die Lichtschutzwirkung wird dabei auf drei verschiedenen Wegen erreicht:

  • Spezielle Textilkonstruktionen werden mit UV-Absorbern modifizierten transparenten Pastensystemen beschichtet. Damit wird die UV-Strahlung bis zu 99 % eliminiert. Die Filtereigenschaften werden durch die Zusammensetzung der Beschichtungssysteme individuell eingestellt.
  • Die Kaschierung von speziellen Lichtschutzfolien auf textile Träger kann deren UV-Durchlass wesentlich verringern. Die Konstruktion der gewählten Schichtträger entscheidet wesentlich über den textilen Charakter und die Transparenz bzw. Transluzenz des Endproduktes. Abstufungen in der Filterwirkung sind derzeit im Rahmen der kommerziell verfügbaren Lichtschutzfolien möglich.
  • Eine elegante Lösung zur Herstellung von Lichtschutztextilien wird durch Einbringen von Folieflachfäden aus UV-Schutzfolie als Schussmaterial in Geweben erzielt. Auf diese Weise können durch die Verwendung gefärbter Multifilamentgarne, die abwechselnd zu den Folieflachfäden eingeschossen werden, auch farbige Lichtschutzgewebe mit eingestellter Filterwirkung hergestellt werden.

Nähere Infos:
Dipl.-Ing. (FH) Monika Weiser, m.weiser@titv-greiz.de, Tel.: 03661 / 611-403
Projekt-Nr.: BMWi 115/04
 


Abmeldung
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Impressum

 

Herausgeber:
Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V.
Zeulenrodaer Str. 42, 07973 Greiz

Kreisgericht Greiz VR 206
Ust-Id-Nr.: DE151887921

Geschäftsführender Direktor: Dr. Uwe Möhring

Redaktion:
Forschungsmanagement und -marketing
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Tel.: 0 36 61/611-205
Fax: 0 36 61/611-222
E-Mail: s.gimpel@titv-greiz.de

Internet: www.titv-greiz.de