MAILING-NEWS

AUS DEM TITV GREIZ

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07.04.2010



In den MAILING-NEWS Frühjahr 2010 möchten wir Ihnen Smart Textiles für das Bauwesen vorstellen. Aktuelle Entwicklungen zu Schmaltextilien für die Gebäudesanierung, Abstandsgewirken, die Kunststoffrollos für Außen-Rollläden ersetzen, und gestickten Strömungsprofilen, die Ablagerungen in Rohren verhindern, sind kurz zusammengefasst.
 
Wir würden uns freuen, wenn die MAILING-NEWS für Sie von Interesse sind. Wünschen Sie nähere Informationen, haben Sie Anregungen oder Ideen für weiterführende Entwicklungen, nimmt dies gern Frau Gimpel unter s.gimpel@titv-greiz.de entgegen.

Ihr Team des TITV Greiz


Effizient und kostengünstig – Schmaltextilien zur Mauerwerkssanierung

Testfläche Mauerwerksanierung

Testfläche Mauerwerksanierung –
oben: klassische Kompresse,
unten: Schmaltextilien
Textilien verfügen neben sehr guten Drapierungseigenschaften auch über eine hohe Saugfähigkeit und sind deshalb optimal für den Einbau in Mauerwerksfugen geeignet. Der Kontakt zwischen Mauerwerk und Entsalzungsmaterial wird damit gegenüber den klassischen Kompressen maßgeblich verbessert. Ideal – weil ohne Nacharbeit – ist das rückstandsfreie Entfernen aus den Fugen. Die Auswahl der Rohstoffe erfolgt unter Berücksichtigung funktioneller und kostenseitiger Gesichtspunkte. Kostengünstige cellulosische Fasern mit hoher Saugfähigkeit und gutem Feuchtetransport sind dafür besonders geeignet.
Ein besonderer Vorteil ist durch die integrierte Sensorik zur Kontrolle des Feuchtigkeits- und Salzgehaltes der Schmaltextilien gegeben. Aufwändige Messungen des Salz- und Feuchtegehaltes werden so auf ein Mindestmaß reduziert. Die Schmaltextilien können auch nach Abschluss von Sanierungsmaßnahmen verwendet werden. So ist eine fortwährende Schutz- und Überwachungsfunktion zur Prävention bei Feuchtigkeits- und Salzschäden an Bauwerken gegeben.

Nähere Infos:
Dr. Wolfgang Scheibner, w.scheibner@titv-greiz.de, Tel.: 03661/611-301
Projekt-Nr.: InnoWatt IW 061064
 

Gewichtsersparnis durch Rollläden aus Abstandsgewirke

Demonstrator mit Rollladen aus Abstandsgewirke

Demonstrator mit Rollladen
aus Abstandsgewirke
Für den Außenbereich werden Rollläden bisher aus Kunststoff oder Aluminium eingesetzt, deren Nachteil darin besteht, dass sie im geschlossenen Zustand nicht lichtdurchlässig sind und somit die Räume auch an hellen Tagen dunkel bleiben. Ersetzt man diese Materialien durch die Neuentwicklung aus speziell beschichtetem Abstandsgewirke, sind die Rollläden auch im völlig geschlossenen Zustand transluzent, aber blickdicht. Gleichzeitig wird durch das Textil eine Gewichtsersparnis erreicht, die neben dem Einsatz von kleineren Motoren für die Aufwicklung, auch Rollläden für sehr große Fensterflächen ermöglichen.
Praxisrelevante Tests, die die Funktion und das Aufrollverhalten im Vergleich zu einem herkömmlichen Rollladen nachstellen, zeigen, dass die Funktionsfähigkeit der Textilrollläden auch bei extremen Witterungseinflüssen wie Sonne, Regen, Schnee oder Kälte uneingeschränkt gegeben ist.

Die bedruckbaren textilen Rollläden können nun zusätzlich für Werbeflächen genutzt werden.
 
Nähere Infos:
Dipl.-Ing. (FH) Birgit Armbruster, b.armbruster@titv-greiz.de, Tel.: 03661/611-400
Projekt-Nr.: IGF-AiF 15488 BR
 

Gestickte Strömungsprofile halten Rohre frei

Gestickte Strukturierung der Rohrinnenoberfläche

Gestickte Strukturierung
der Rohrinnenoberfläche
Durch strukturierte Rohrinnenoberflächen kann der Abtrag von Feststoffen beschleunigt und eine erneute Sedimentation im Abwasser- bzw. Kanalnetz verhindert werden. Gegenüber Rohren mit glatten Oberflächen zerstören die Erhebungen die laminaren Randströmungen und erzeugen künstliche Turbulenzen in der wandnahen Zone. Im Projekt steht eine definierte Strukturierung der Innenoberfläche von Rohrinlinern durch das Stickverfahren im Vordergrund. Hierzu untersucht man strömungstechnisch relevante Musterstrukturen sowie die technischen und technologischen Voraussetzungen zum Erzeugen der Innenoberfläche aus Glasfaser- und Kunststoffmaterialien auf unterschiedlichen Strukturen wie Vliesen, Geweben und Multiaxialgelegen.

Erste Ergebnisse zeigen, dass textile fadenförmige Konstruktionen aus Glasfasern trotz ihrer geringen Bruchfestigkeit im Stickprozess verarbeitet werden können. Insbesondere sind Form und Höhe der zu stickenden Oberflächenstrukturen sowie deren geometrische Anordnung auf der Innenfläche des Inliners sticktechnologisch umsetzbar. Die bisherigen Versuchsreihen hinsichtlich des Abtragverhaltens haben gezeigt, dass die gestickten sowie mit Harz getränkten und ausgehärteten Strukturkörper effektive Verwirbelungen hervorrufen und dadurch zu einem verbesserten Medientransport beitragen.
 
Nähere Infos:
Dipl.-Des. (FH) Nora Grawitter, n.grawitter@titv-greiz.de, Tel.: 03661/611-311
Projekt-Nr.: highSTICK 03WKBJ3A
 


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Abmeldung
Falls wir Sie aus dem Verteiler für die MAILING-NEWS AUS DEM TITV nehmen sollen, senden Sie uns bitte eine E-Mail an b.siegl@titv-greiz.de.

Impressum

 

Herausgeber:
Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V.
Zeulenrodaer Str. 42, 07973 Greiz

Kreisgericht Greiz VR 206
Ust-Id-Nr.: DE151887921

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Redaktion:
Forschungsmanagement und -marketing
Sabine Gimpel
Tel.: 0 36 61/611-205
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E-Mail: s.gimpel@titv-greiz.de

Internet: www.titv-greiz.de